Warum Yoga nicht das ist wofür wir es halten

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Yoga ist eine knapp 3000 Jahre alte Ansammlung von körperlichen, aber vor allem geistigen Techniken. Die Übungen sollen das übergeordnete Ziel verfolgen, der Erleuchtung näher zu kommen. Übersetzt bedeutet Yoga das meistern eigenen des Geistes. Die körperlichen Übungen sollen lediglich dazu dienen, den Körper in eine Verfassung zu bringen in der er mehrere Stunden oder gar Tage in einer Position verharren kann ohne sich bewegen zu müssen. Wenn diese Voraussetzung gegeben ist, kann der Yogi sich in diversen meditativen Übungen vertiefen, ohne sich durch körperliche Unbequemlichkeiten ablenken zu lassen.

Als Yoga in den Westen kam

Als Yoga in den Westen exportiert wurde, kam es aufgrund kultureller Differenzen zu einem nur teilweise aufgenommenen Konzept. Die Hauptkomponente, also das Streben nach einer Loslösung von weltlichen Problemen, ging unter. Übrig blieben ein paar ausgeklügelte körperliche Gymnastikarten und einige korrumpierte, fernöstliche Theorien. Deshalb hat sich leider ein Stigma um Yoga herum gebildet. Schade, da sich in der Jahrtausende alten Tradition viel Gutes finden lässt.

Die Hauptarten von Yoga, wie wir sie kennen, also Hatha-Yoga, Ashtanga-Yoga oder BKS-Iyengar beschreiben Abfolgen von körperlichen Übungen. Manche Stellungen und Übungen etwas gewöhnungsbedürftig, in ihrer Gesamtheit sind die Übungsabfolgen aber sehr gut durchdacht und hervorragend ausbalanciert. Da manche Stellungen einfach fallen und andere nicht, werden so auch Bereiche beansprucht, die unter normalen Umständen keine Aufmerksamkeit erfahren würden. Für die langfristige Instandhaltung des menschlichen Körpers wirkt das wahre Wunder, da so chronischen Fehlstellungen vorgebeugt werden kann. Viele Hochleistungssportler haben Yoga in ihr Trainingsprogramm integriert. Beispielsweise beschreibt der Boxer Shawn Porter im folgenden Video wie er durch Yoga die Reichweite seiner Schläge erhöhen konnte.

Zurück zum Ursprung

Auch der meditative Aspekt spielt für Profisportler eine zunehmend große Rolle. Sowohl die klinische Psychologie als auch neuste Messtechnik zeigen, dass an diesem Phänomen etwas dran ist. Momentan laufen noch mehrere große Studien, die bisherigen Ergebnisse jedoch deuten auf gesteigerte Frustrationstoleranz und erhöhte geistige Konzentration hin.

Ein physischer Beweis für einen Effekt der Meditation kommt aus der modernen Messtechnik.  Jedes Lebewesen sondert aufgrund von Stoffwechselprozessen Strahlung ab, Pflanzen noch ein Vielfaches mehr als Tiere. Wenn bei Menschen diese Strahlung gemessen wird, sieht man eine mehr oder weniger zufällige Verteilung der Strahlung im Wellenspektrum. Wenn jedoch ein meditativer Zustand erreicht wird, gleicht sich das Spektrum einer bestimmten Wellenlänge an, ähnlich des Vergleiches einer Taschenlampe mit einem Laserstrahl. Diese Beobachtung zu interpretieren ist aus wissenschaftlicher Sicht derzeit umstritten.

Fazit: Yoga kann, auch wenn es nur der körperlichen Übungen wegen gemacht wird, viel positives mit sich bringen. Das gilt aber auch für die geistige Komponente, da Meditation in jedem Alter angegangen werden kann und deshalb lange praktiziert werden kann. Wer den esoterischen Unrat umschiffen kann, sollte dem ganzen wirklich eine Chance geben.

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